Lehrjahre sind keine Hundejahre....

Ein Hund erzieht sich nicht selbst. Auch kein Leonberger. Leider gibt es immer noch Leute, die sich einen Riesenhund anschaffen und dann nicht mit ihm fertig werden. Diese Hunde sind dann auf unserer Notfall-Liste zu finden:
Leo abzugeben, weil er im Garten gräbt, Wäsche von der Leine klaut, den Besitzer anknurrt....usw....

In den ersten Monaten soll der Hund in die Welpenklasse, dann in die Hundeschule gehen, wenn der Besitzer kein begnadeter "Hundeflüsterer" ist! Die Grundausbildung endet mit der Begleithunde-Prüfung. Leonberger sind begabte Spürhunde!

Sie lernen mit viel Geduld des Trainers auch, Gegenstände zu bringen, Türen zu öffnen und kleine Packtaschen mit bis zu 15 Kilo Gewicht zu tragen.

Leo mit Taschen

Wenn der Hund gesund ist kann man beginnen, ihn zu trainieren. Leonberger sind begabte Zughunde, die im ruhigen Tempo eine rollende Last von bis zum sechsfachen seines Körpergewichtes ziehen können.

Kutsche

Wichtig ist: beschäftigen sie sich mit Ihrem Hund!

Sehr viele Leute sind erstaunt, wenn Sie hören, das wir unsere beiden Leos in der Wohnung ohne Garten halten. Sie meinen, der Hund gehört in den Garten, wo er an der frischen Luft mit viel Auslauf ist! Irrtum: wenn wir nicht mit den Hunden draußen sind, langweilen sie sich und kommen entweder auf Dummheiten oder liegen traurig vor der Türe, bis wir sie zu uns holen.
Argo ist auf einem großen Hof mit einem Riesengrundstück auf-
gewachsen. Er war immer da, wo die Familie war. Am liebsten würde er noch mit aufs WC gehen....

Der Hund ist glücklich, wenn er bei seinem Herrn ist. Dabei ist ihm ein Garten egal. Seinen Auslauf möchte er mit seiner Familie zusammen genießen und seinen täglichen Spaziergang braucht er auch mit Garten!

Rita und Bärli

Der Leonberger braucht also wie jeder andere Hund eine Aufgabe. Lob macht ihn stolz, er liebt es, seinem Herrn zu gefallen. Leckerchen sind willkommen, aber der Zuspruch seines Erziehers ist ihm wichtiger!
Leonberger sind keine Soldaten. Sie müssen überredet werden. Haben sie den Sinn ihres Tun erkannt und werden sie für die Ausführung ihrer Kunsstücke belohnt, können sie sehr viel lernen!
Ihr etwas stures Naturell fordert die Geduld des Trainers. Mit Gewalt geht da nichts. Genug Strafe sollte es sein, wenn die Stimme erhoben wird oder das Spiel sofort abgebrochen wird.

Siehe auch: Elektro-Schocker

Buchtipp:
Der Zughund einst und jetzt
Susanne Preuß
Kynos
ISBN 3-933228-42-5